Stadtluzerner Klimastrategie griffig, aber zu zögerlich

Der Stadtrat veröffentlicht seine Pläne für die Klima- und Energiestrategie. Die vorgeschlagenen Massnahmen sind zwar aus Sicht der GRÜNEN erfreulich konkret. Doch unter dem Eindruck der jüngsten, bedrohlichen Szenarien des Weltklimarates muss Luzern ambitioniertere Ziele verfolgen.

Wir haben lange gewartet. Gerade nach der Veröffentlichung des neuesten Berichts des Weltklimarates ist es gut, dass die Klima- und Energiestrategie der Stadt Luzern jetzt kommt und zur Bearbeitung vorliegt. Es ist dringend. Die GRÜNEN Stadt Luzern begrüssen, dass der Stadtrat – auch aufgrund verschiedener Vorstösse von der Klimabewegung, sowie von GRÜNEN, Grünliberalen und SP und des zunehmenden politischen Drucks – die Klima- und Energiestrategie überarbeitet und erweitert hat. Uns ist bewusst, dass es auf Gemeindeebene eine Herausforderung darstellt, griffige Massnahmen umzusetzen. In der neuen Strategie wird die Ausgangslage klar aufgezeigt, die meisten Fragen werden ohne Umschweife aufgeworfen und konkrete Massnahmen werden vorgeschlagen – «Nägel mit Köpfen», das ist lobenswert. Trotzdem genügen die vorgelegten Massnahmen und Pläne nicht. Drei Punkte hebt Co-Präsidentin Christa Wenger besonders hervor:

  • Wir haben nur noch wenig Zeit, um die dringend notwendigen Klimaziele zu erreichen und die Klimakrise zu bewältigen. Unumkehrbare Kippeffekte fordern umgehende Massnahmen. Um das 1.5-Grad-Ziel zu erreichen, muss Netto-Null bis 2030 umsetzbar sein, auch die 2’000-Watt-Gesellschaft darf nicht bis 2050 warten – das ist eine Frage des Willens und der Prioritäten. Wir können und müssen sofort damit beginnen und handeln. Die GRÜNEN Stadt Luzern verlangen schnellere und priorisierte Massnahmen.
  • Das gilt auch für den Erdgasausstieg. Die Dekarbonisierungsstrategie ist zaghaft und langsam. Wir GRÜNEN verlangen eine mutigere und schnellere Umsetzung mit entsprechend griffigen Massnahmen.
  • Die Stadt plant in allen städtischen Liegenschaften des Verwaltungsvermögens den Ersatz aller fossilen Heizungen bis 2030. Das ist erfreulich, aber nicht genug. Die GRÜNEN Stadt Luzern fordern dasselbe für die Liegenschaften des Finanzvermögens. Die Stadt soll klimaneutrale Heizungen einbauen und dabei die Mieten sozialverträglich gestalten. Hier hat die Stadt die Möglichkeit und die Pflicht, eine Vorbildfunktion einzunehmen.

«Die GRÜNEN Stadt Luzern werden sich vehement dafür einsetzen, dass die Klimakrise und die Aussagen des Weltklimaberichtes das notwendige Gewicht erhalten», sagt Christa Wenger. Auch Luzern müsse mit der entsprechenden Dringlichkeit die notwendigen Massnahmen umsetzen.

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