GRÜNE ziehen Stadtklima-Initiative zurück

Die Stadtklima-Initiative wird zugunsten des stadträtlichen Gegenvorschlags zurückgezogen. Das hat das Initiativkomitee beschlossen. Ausschlaggebend für diesen Entscheid war, dass das Stadtparlament an seiner heutigen Sitzung dem Auftrag zugestimmt hat, wonach die versiegelte Fläche in der Stadt spätestens ab 2024 nicht mehr zunehmen darf.

Die von den GRÜNEN und den Jungen Grünen lancierte Stadtklima-Initiative wird nicht zur Abstimmung kommen. Dies steht fest, nachdem die Initiative heute vom Initiativkomitee offiziell zurückgezogen wurde. Der Stadtrat hatte der Initiative einen Gegenvorschlag gegenübergestellt, der vom Stadtparlament an seiner heutigen Sitzung mit grosser Mehrheit gutgeheissen wurde. Das Initiativkomitee zeigte sich damit zufrieden, nachdem das Parlament seine zentrale Forderung, dass die Versiegelung in der Stadt Luzern nicht zunehmen darf, ergänzt hatte.

Topaktuelles Thema

Die Stadtklima-Initiative fordert den Schutz von unversiegeltem Land, die Sicherung des Grünraums und der Biodiversität sowie die Verhinderung einer weiteren Zunahme der versiegelten Fläche in der Stadt. Damit greift die Initiative eine topaktuelle Problematik auf: Besonders in den Städten ist mit schwerwiegenden Veränderungen des Lokalklimas zu rechnen: Über mehrere Tage andauernde Hitzewellen, bei denen das Thermometer tagsüber weit über 30 °C klettert und nachts nicht unter 20 °C sinkt. Besonders betroffen sind Städte und Agglomerationen mit dicht bebauten und grossflächig versiegelten Gebieten. Um die Hitze in der Stadt abzumildern, muss der zunehmenden Versiegelung entgegengewirkt werden.

„Wir sind sehr froh, dass das Stadtparlament erkannt hat, dass es notwendig ist, einen Versiegelungsstopp anzustreben. Mit dem nun verabschiedeten Gegenvorschlag geben wir dem Stadtrat den Spielraum, dies zu realisieren“, sagt Christa Wenger, Co-Präsidentin der GRÜNEN Stadt Luzern. Nach dem Gegenvorschlag wird im Rahmen eines Monitorings die Entwicklung der versiegelten Flächen beobachtet. Das Parlament hat in einem Auftrag an den Stadtrat gefordert, dass dieser weitere Massnahmen zur Zielerreichung ergreifen soll, falls das Monitoring in der Tendenz eine Zunahme der versiegelten Fläche zeigt.

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